AKTUELLES


Symposium: Zirkus und die Avantgarden: Multimediale Technologien und populäre Körpermaschinen 05./06.03.2020 Berlin

 

Die Aufführungspraxis des Zirkus im frühen 20. Jahrhundert war prägend für die Avantgarden. Dieses Symposium soll zum ersten Mal Forscher*innen versammeln, die sich aus verschiedenen Perspektiven und geisteswissenschaftlichen Bereichen diesem Thema widmen. Es soll untersucht werden, wie die Ästhetiken der Manegenkünste auf das Theater der russischen und westlichen Avantgarden wirkten und mit ihnen konkurrierten, und inwiefern die Arbeiten im Bereich des Zirkus als Inspiration für multimediale avantgardistische Inszenierungen, beispielsweise im Film, dienten. Auf welche Weisen wirkten die Ästhetiken des Zirkus und verwandter Bühnengenres (wie Varieté, Vaudeville, Music Hall etc.) auf Körperkonzeptionen und Schreibstile von Avantgarde-Künstler*innen? Wie haben sich Bühnenkonzeptionen und -technologien der zirzensischen Künste in die Werke der Avantgarden eingeschrieben? Welche Bezüge und Überschneidungen bestanden zwischen den Aufführungspraxen des Zirkus und des Theaters der Avantgarden?

Im Kontext der historischen Avantgarden soll das Symposium sich den durchaus konkurrierenden kreativen Kräften widmen, die die „Theatralisierung des Zirkus“ und die „Zirzensierung des Theaters“ (Bulgakowa) um und nach 1900 einforderten und entwarfen.

Diskussionsrunde Zirkus- und Avantgarde-Verbindungen auf den kulturellen Bühnen heute am Donnerstag 05.03.20 im Kino Babylon Berlin mit:Ulrich Lenz, Chefdramaturg, Komische Oper Berlin, Priv.-Doz. Dr. Anne Hultsch (Universität Wien) Kuratorin der Ausstellung "Zirkus in der Druckerei. Tschechische Avantgarde" (2019), Gisela Winkler, Zirkusarchiv Winkler, Berlin und  Cox Ahlers, Tanzakrobatik/Regie/ Reserarch – „Zirkus und Bauhaus“ (2016-2019)

Freie Universität Berlin, EXC 2020 Temporal Communities, M.A. Mirjam Hildebrandt und Dr. Anne-Sophie Jürgens

Programm